Das Fahrrad finanzieren: Die besten Optionen

Fahrrad finanzieren: E-Bike mit Zubehör

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung eines Fahrrads. Dabei wird auf Vor- und Nachteile sowie Besonderheiten der einzelnen Optionen eingegangen.

Ich persönlich bevorzuge es ohne eine Finanzierung immer mit eigenem Geld zu kaufen. So ist man nicht an einen Kredit gebunden und hat kein Risiko noch Schulden abzubezahlen, wenn das Fahrrad kaputt ist oder gestohlen wurde. Aber nicht immer kann man das Fahrrad aus der eigenen Tasche bezahlen. Es ist dann aber in meinen Augen wichtig, das Rad zumindest ĂŒber eine Fahrradversicherung abzusichern, um in keine Schuldenfalle zu laufen. Diese wĂŒrde entstehen, wenn man das nachfolgende Fahrrad wieder finanzieren muss, aber das defekte bzw. abhanden gekommene noch weiter abbezahlen muss.

Was sind aber nun die möglichen Formen Dein Fahrrad zu finanzieren und welche Vor- und Nachteile sind hiermit verbunden?

Klassische Ratenzahlung

Ein Kredit mit Ratenzahlung ist eine Form der Finanzierung, bei der der Kreditnehmer den geliehenen Betrag in regelmĂ€ĂŸigen Raten an den Kreditgeber zurĂŒckzahlt. Sie wird meist als Sofortkredit angeboten und das Geld ist zur freien VerfĂŒgung – kann also auch fĂŒr ein Fahrrad genutzt werden. Die Höhe und Anzahl der Raten sind dabei vorab vereinbart und können je nach Vertrag variieren. In der Regel wird hierbei auch ein Zinssatz fĂŒr den Kredit festgelegt, der auf die ausstehende Summe addiert wird.

Ein Beispiel fĂŒr einen Ratenkredit ist der Sofortkredit von Credimaxx. Hier kannst Du die Raten auch direkt online berechnen und anfragen.

Der Vorteil einer Ratenzahlung besteht darin, dass grĂ¶ĂŸere Anschaffungen wie beispielsweise ein Fahrrad sofort getĂ€tigt werden können, ohne dass man dafĂŒr das Geld direkt zur VerfĂŒgung haben muss. Allerdings sollte man sich im Vorfeld genau ĂŒber die Kosten und Bedingungen informieren, um zu vermeiden, dass man am Ende mehr zahlt als geplant oder sich finanziell ĂŒbernimmt.

In meinen Augen sind „gesunde“ Laufzeiten fĂŒr einen Ratenkredit fĂŒr FahrrĂ€der um die 24 Monate. FahrrĂ€der verlieren sehr schnell an Wert und auch fĂŒr MarkenrĂ€der bekommt man nach 2 Jahren meist nur noch ein Drittel des Wertes. Entsprechend sollte man den Kredit sehr schnell komplett tilgen. Als maximale Laufzeit empfehle ich Dir 36 Monate, auch wenn Du das Fahrrad lĂ€nger nutzen möchtest.

Nach einer BonitĂ€tsprĂŒfung entscheidet die Bank, ob sie den Kredit bewilligt und zu welchen Konditionen. Bei einem positiven Bescheid wird der vereinbarte Betrag auf das Girokonto des Kunden ĂŒberwiesen, mit dem er dann das Fahrrad kaufen kann.

Vorteile des Ratenkredites ist, dass das Fahrrad Dir gehört und auch bei Dir bleibt, wenn der Kredit getilgt, d.h. zurĂŒckgezahlt ist. Die ZinssĂ€tze liegen niedriger als der Kontokorrentkredit und aktuell bei rund 8 bis 10%. Die Rate wird meist monatlich von Deinem Konto abgebucht.

Der Nachteil ist, dass Du den Kredit nur vorzeitig tilgen kannst, wenn Du alle Zinsen und Kosten bezahlst. Hast Du also vorher Geld verfĂŒgbar, dann zahlst Du trotzdem die Zinsen in voller Höhe und kannst das Geld nur zu niedrigen Zinsen anlegen. Auch musst Du meist eine Versicherung fĂŒr das Fahrrad abschließen. damit die Bank bei Verlust des Fahrrades ihr Geld bekommt.

Mountainbike finanzieren
die neueste Technologie ist oft teuer, so dass viele Radsportler die Anschaffung finanzieren.

Finanzierung ĂŒber den HĂ€ndler

Die Finanzierung eines Fahrrads ĂŒber den FahrradhĂ€ndler lĂ€uft in der Regel so ab, dass der KĂ€ufer ein Angebot fĂŒr das gewĂŒnschte Fahrrad inklusive Zubehör erhĂ€lt. Anschließend wird gemeinsam mit dem HĂ€ndler eine passende Finanzierungslösung ausgewĂ€hlt, die auf die individuellen BedĂŒrfnisse des Kunden zugeschnitten ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine klassische Ratenzahlung handeln, bei der der Kunde den Kaufpreis in monatlichen Raten zurĂŒckzahlt. Alternativ bieten manche HĂ€ndler auch spezielle Angebote wie 0%-Finanzierungen oder Sonderkonditionen fĂŒr bestimmte Zielgruppen an.

Bei einer 0% Finanzierung ĂŒbernimmt der Hersteller oder der HĂ€ndler quasi die Zinsen und begleicht diese an die finanzierende Bank. Dies dient der Absatzsteigerung des HĂ€ndlers bzw. der Marke, da Kunden zu gĂŒnstigeren Konditionen finanzieren können und so „hemmungsloser“ kaufen. Achtung: bei anderen HĂ€ndlern kannst Du dann meist das identische Fahrrad gĂŒnstiger kaufen und es ggf. frei am Markt gĂŒnstiger finanzieren.

Die Vorteile einer Finanzierung ĂŒber den FahrradhĂ€ndler liegen vor allem darin, dass man direkt vor Ort eine passende Lösung finden kann und eventuell von besonderen Angeboten profitieren kann. Allerdings sollte man auch hier genau auf die Kosten und Bedingungen achten, um sicherzustellen, dass man am Ende nicht mehr zahlt als geplant und sich finanziell nicht ĂŒbernimmt. Die Risiken und der Ablauf sind identisch mit denen eines Ratenkredites. Die Bank ĂŒberweist allerdings direkt an den HĂ€ndler. Von einem Leasing wĂŒrde ich abraten (siehe unten).

 

Leasing als Alternative zur Finanzierung

Leasing kann eine Alternative zur Finanzierung eines Fahrrades sein. Beim Leasing wird das Fahrrad nicht gekauft, sondern fĂŒr einen bestimmten Zeitraum gemietet. Der Kunde zahlt dabei monatliche Raten an den Leasinggeber und kann das Fahrrad wĂ€hrend der Laufzeit nutzen. Am Ende des Leasingvertrags kann der Kunde das Fahrrad entweder zurĂŒckgeben oder meist zu einem festgelegten Restwert kaufen.

Das Leasing eines Fahrrads funktioniert in der Regel Ă€hnlich wie bei anderen Leasingprodukten. ZunĂ€chst wird ein Antrag gestellt und eine BonitĂ€tsprĂŒfung durchgefĂŒhrt. Ist diese positiv, wird ein Vertrag mit dem Leasinggeber abgeschlossen, in dem die Laufzeit, die monatlichen Raten sowie weitere Bedingungen vereinbart werden.

Die Vorteile beim Leasing eines Fahrrades liegen vor allem darin, dass man das Fahrrad ohne hohe Anschaffungskosten nutzen kann und am Ende der Laufzeit entscheiden kann, ob man es behalten möchte oder nicht. Daneben sind oft auch Serviceleistungen wie Wartung oder Reparaturen im Preis enthalten.

Allerdings sollte man auch beim Leasing eines Fahrrades genau auf die Kosten und Bedingungen achten, um sicherzustellen, dass man am Ende nicht mehr zahlt als geplant und sich finanziell nicht ĂŒbernimmt.

Die Nachteile des Leasings ĂŒberwiegen in meinen Augen allerdings. Die Leasingraten wirken meist erst niedriger, aber wenn man bedenkt, dass einem das Fahrrad nicht gehört und man es am Ende ggf. gegen einen Betrag ĂŒbernehmen kann, dann ist der Gesamtaufwand meist deutlich höher als ein Ratenkredit. Der HĂ€ndler verkauft natĂŒrlich lieber ein Leasing, da er nach dem Ablauf des Vertrages die Chance bekommt ein neues Fahrrad zu verkaufen. Gewerblich kann Leasing sinnvoll sein, da man die Leasingraten komplett als Kosten absetzen kann und so bei einer kurzen Leasinglaufzeit die Steuer drĂŒcken kann. Privat wĂŒrde ich aber immer einen Ratenkredit bevorzugen, damit am Ende Eigentum erworben wird und man das Fahrrad auch verkaufen kann.

Fahrradfinanzierung
Meine Teamausstattung musste ich zum GlĂŒck nicht finanzieren.

Zusammenfassung und Fazit

Wer ausreichend Geld hat, der bezahlt ohne Finanzierung und ĂŒberzieht ggf. kurzzeitig – nach Genehmigung durch die Bank – das Girokonto. Hier wird nur anteilig der Kontokorrentkredit mit Zinsen belegt, so dass es deutlich gĂŒnstiger ist als ein Sofortkredit der per Ratenzahlung getilgt wird. Von Leasing wĂŒrde ich abraten, da man kein Eigentum am Fahrrad erwirbt und es lediglich mietet.

Über einen Ratenkredit sollte man sich umfassend informieren und diesen nicht spontan beim HĂ€ndler abschließen. Besser ist es mit einem genehmigten Kredit zum HĂ€ndler zu gehen und den Preis des Fahrrades nach unten zu verhandeln.

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