Wie viele andere Radsportler suche auch ich ständig nach Wegen, mein Training zu verbessern – besonders in der kalten Jahreszeit oder bei wenig Tageslicht. Das Rollentraining ist längst ein fester Bestandteil meines Plans geworden. Hier zeige ich dir, wie du mit Trainingsplänen aus dem Indoor-Fahren das Maximum herausholst.
Noch mehr Praxistipps und Einblicke in mein Training findest du auch auf meinem YouTube-Kanal Pedal & Perspektive.
Inhaltsverzeichnis
- Warum du überhaupt einen Trainingsplan brauchst
- Was ein guter Trainingsplan leistet
- Rollentraining gezielt aufbauen – so wird’s nicht langweilig
- Trainingsplan 1: Trittfrequenz steigern (60 Minuten)
- Trainingsplan 2: Frequenzpyramide (70 Minuten)
- Trainingsplan 3: Technik verbessern (einbeiniges Fahren)
- Trainingsplan 4: Kraftausdauer verbessern
- Fazit: Mit Plan trainierst du besser
Warum du überhaupt einen Trainingsplan brauchst
Ohne Ziel kein Fortschritt. Ein strukturierter Trainingsplan hilft dir:
- deine Form systematisch aufzubauen
- deine Einheiten effizient zu gestalten
- Motivation und Fortschritte festzuhalten
Was ein guter Trainingsplan leistet
Neben der reinen Struktur bietet ein Trainingsplan:
- eine klare Orientierung (Art, Dauer, Intensität)
- eine Grundlage für dein Trainingstagebuch
- die Möglichkeit, Training & Regeneration gezielt zu steuern
Wenn du langfristig Fortschritte erzielen willst – egal ob als Einsteiger oder ambitionierter Hobbysportler – ist ein Plan Gold wert.
Rollentraining gezielt aufbauen – so wird’s nicht langweilig
Indoor-Training kann eintönig wirken – das kenne ich selbst nur zu gut. Die Lösung: Abwechslung durch verschiedene Schwerpunkte wie:
- Trittfrequenz
- Technik/Ökonomie
- Kraftausdauer
Ein gutes Beispiel, wie du Struktur in deine Woche bringen kannst, findest du auch im Beitrag über Rollentraining nach Wattwerten.

Trainingsplan 1: Trittfrequenz steigern (60 Minuten)
- 15 Min Einfahren (95+ U/min)
- Frequenz steigern (jede Minute +10 U/min, bis Limit)
- 10 Min bei 110 U/min
- 5 Min bei -3 Stufen unter Maximum
- 5 Min locker
- 9 Min: 90-130 U/min pyramidenförmig
- 10 Min Ausfahren, wechselnde Sitz-/Stehposition
Trainingsplan 2: Frequenzpyramide (70 Minuten)
- 15 Min Einfahren (90 U/min)
- 5–3–1–3–5 Minuten (100–130 U/min)
- 15 Min lockeres Treten
- Pyramide wiederholen
- 10 Min Ausfahren
Trainingsplan 3: Technik verbessern (einbeiniges Fahren)
- 10 Min Einfahren (80–90 U/min)
- 5 × (1 Min einbeinig rechts/links + 4 Min GA1)
- 20 Min lockeres Ausfahren
Tipp: Deine Zielbelastung liegt bei ca. 70–80 % deiner FTP. Falls du deinen FTP-Wert ermitteln willst, hilft dir der Artikel über Schwellentraining weiter.
Trainingsplan 4: Kraftausdauer verbessern
- 15 Min GA1 (80–90 U/min)
- 3 × 5 Min GA2 (50–60 U/min) + 6 Min Pause GA1
- 20 Min Ausfahren
Kraftausdauerblöcke bei niedriger Trittfrequenz sind ideal für den Muskelaufbau ohne Laktatexplosion – ein echter Geheimtipp für längere Rennen oder steile Anstiege.
Fazit: Mit Plan trainierst du besser
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Trainingspläne lohnen sich – gerade beim Rollentraining. Du wirst schneller, effizienter und motivierter fahren. Und du weißt genau, woran du arbeiten willst.
Probier einfach einen der Pläne aus – und schau, wie schnell sich Fortschritte bemerkbar machen. Am besten kombinierst du die Einheiten mit Puls- oder Wattsteuerung und dokumentierst alles in einem Trainingstagebuch.
So hast du nicht nur Kontrolle, sondern auch langfristige Motivation.
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