Sobald du neue Orte erkunden möchtest, willst du dein Fahrrad uneingeschrÀnkt dabei haben. Mit einem FahrradtrÀger bist du unabhÀngig in der Wahl deiner Reiseziele. Doch aufgepasst: Wenn du mit einem FahrradtrÀger unterwegs bist, gelten bestimmte Richtlinien zur maximal möglichen Geschwindigkeit. Alles Wichtige dazu erfÀhrst du in diesem Artikel.
Geschwindigkeit beim Transport von FahrrÀdern
Offiziell gibt es in Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz keine gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung fĂŒr Fahrzeuge mit FahrradtrĂ€gern. Hersteller empfehlen jedoch eine Geschwindigkeit von höchstens 120â130 km/h. Halte dich unbedingt daran, da sonst die Sicherheit von Fahrrad, TrĂ€ger und Fahrzeug gefĂ€hrdet sein kann.
Beachte auĂerdem:
- Entferne alle losen Teile (Kindersitz, Körbe, Luftpumpe).
- Damit die Fahrt mit dem RadtrĂ€ger erlaubt ist mĂŒssen mehrere Punkte erfĂŒllt sein
- Bei E-Bikes den Akku vor Transport abnehmen, um Gewicht und Sicherheitsrisiken zu reduzieren.
- Kontrolliere regelmĂ€Ăig die StabilitĂ€t der Befestigung.
- Transport von CarbonrÀdern musst du besonders vorsichtig sein!

Welche Regeln gelten auf Autobahnen?
Zwar gibt es keine offiziellen Tempolimits fĂŒr FahrradtrĂ€ger, doch bei SchĂ€den oder UnfĂ€llen wegen ĂŒberhöhter Geschwindigkeit drohen Regressforderungen. Richte dich deshalb immer nach den Empfehlungen des Herstellers. Diese liegen meist bei 120 km/h, vereinzelt auch bei 130 km/h. Beachte dies sowohl bei beladenem als auch bei unbeladenem FahrradtrĂ€ger.
Beachte, dass du im Ausland eine Warntafel benötigst (zumindest in Spanien und Italien)
Risiken bei zu hoher Geschwindigkeit
Bei hoher Geschwindigkeit entstehen starke KrĂ€fte durch Fahrtwind und Luftdruck, wodurch Befestigungen am TrĂ€ger gelockert werden können. Besonders gefĂ€hrlich ist der Luftdruck beim Ăberholen von LKWs, da hier stĂ€rkere Luftverwirbelungen auftreten. Halte daher unbedingt das empfohlene Tempolimit ein, um sicher an dein Ziel zu gelangen – auĂerdem solltest du bei dem Transport von Mountainbikes darauf achten, dass der RadtrĂ€ger fĂŒr entsprechend breite Reifen ausgelegt ist.
Kleiner Zusatztipp: Du willst du einmalig dein Rad mit in den Urlaub nehmen? Dann könnte es sinnvoll fĂŒr dich sein einen FahrradtrĂ€ger „nur“ zu mieten!

Welche FahrradtrĂ€ger gibt es ĂŒberhaupt und gelten hier unterschiedliche Geschwindigkeiten?
GrundsĂ€tzlich hast du die Wahl zwischen fĂŒnf FahrradtrĂ€ger-Varianten bei denen auch hinsichtlich Geschwindigkeit unterschiedliches zu beachten ist:
- Kofferraumsystem: Ideal fĂŒr groĂe Kombis und Vans. RĂ€der werden innen transportiert, dadurch kein zusĂ€tzlicher Luftwiderstand, kein höherer Spritverbrauch und auch eine flexible maximale Geschwindigkeit. Nachteil: Vorderrad-Ausbau und geringer Stauraum fĂŒr GepĂ€ck.
- DeichselfahrradtrÀger: Montage auf der Wohnwagen-Deichsel. Komfortabel, aber Geschwindigkeit auf AnhÀnger-Tempo von 80 bzw. 100 km/h begrenzt.
- DachfahrradtrĂ€ger auf dem Auto: Beliebt und gĂŒnstig, jedoch erschwerte Beladung und erhöhte Seitenwindempfindlichkeit. Empfohlene Höchstgeschwindigkeit: max. 120â130 km/h. (wichtig ist hier die zuverlĂ€ssige Montage des DachtrĂ€gers).
- Heckklappen-FahrradtrĂ€ger: Montage an der Heckklappe von Fahrzeugen mit Steil- oder FlieĂheck. Vorteile sind niedriger Luftwiderstand und geringerer Spritverbrauch, jedoch eingeschrĂ€nkter Zugang zum Kofferraum und eingeschrĂ€nkte Sicht nach hinten. Empfohlene Geschwindigkeit: max. 140 km/h.
- AnhÀngerkupplungs-FahrradtrÀger: Sehr sicher und universell passend. Einfache Montage auf der AnhÀngerkupplung und Nutzung, oft mit Klappfunktion. Max. empfohlene Geschwindigkeit 130 km/h, da die Verbindung zur Kupplung vor allem bei schwereren RÀdern wackelt und somit die RÀder beschÀdigt werden können.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar